Literatur hautnah erleben – Autorenlesung in der Realschule Isernhagen

Am Freitag, dem 09.11.2012, war der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Wolfram Hänel zu Gast in der Klasse 7a der Realschule. Mit viel Elan und Witz begrüßte Wolfram Hänel die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a. Dadurch schaffte er gleich zu Beginn eine herzliche Atmosphäre, in der sich alle Schülerinnen und Schüler wohlfühlten. Sie hörten gespannt zu, als Hänel noch vor der Lesung etwas über seine tägliche Arbeit berichtete.

Das Schreiben ist die große Leidenschaft von Hänel. Er hat sein Hobby zu seinem  Beruf gemacht.  Seine Freude beim Erzählen und Vorlesen berührte die Schülerinnen und Schüler, die spontan von ihren eigenen Erfahrungen beim Schreiben kleiner Texte berichteten. So entstand teilweise ein Gespräch auf Augenhöhe. Im Rahmen dieses Gespräches stellte Hänel seine Gedichte vor, die mit viel Sprachwitz angereichert waren. Damit vermittelte er einen kleinen Eindruck seines Repertoires.

„Eskaliert“ ist das neueste Werk von Hänel, welches er den Schülerinnen und Schülern der 7a zeigte. Die Ereignisse dieses Buches geschehen alle an einem Tag. Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Schüler Hobbit, der während der Pause auf der Toilette von jüngeren Schülern gefilmt wird. Was dann alles im Anschluss passiert, wird von Hänel in Auszügen vorgelesen. Diese Tat lässt die Schülerinnen und Schüler nicht kalt, sie sind entsetzt. Wie der Fall ausgeht, das verrät er nicht.

Nach der Lesung haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen. Wie muss man sich den Beruf des Schriftstellers vorstellen, war nur eine von vielen Fragen, denen sich Hänel stellte. In seiner gewohnt lockeren Art beantwortete er alle Fragen sehr souverän. Die Chemie zwischen Autor und Fanclub stimmte sofort. Selbst bei persönlichen Fragen scheute sich Hänel nicht, sie zu beantworten.

Die Lesung schließt mit den folgenden Worten des Autors Hänel: „Was ich für wichtig halte: viel zu sehen und sich viel zu merken, an seine eigenen Träume und Ideen zu glauben, sich einzumischen, wenn irgendwo irgendjemand ungerecht behandelt wird.
Stellung zu beziehen. Partei zu ergreifen.“

Nach diesem Appell holten sich alle Schülerinnen und Schüler Autogrammkarten ab. Diese Lesung war toll. Sie bleibt ihnen unvergessen.

R. Aselmeyer