„Heimat und Flucht“ – Ausstellung der Realschule Isernhagen

Die Ausstellung „Heimat und Flucht“, welche am Dienstag, 1.Oktober, in der Realschule Isernhagen gezeigt wurde, ist vorbei. Die Räume wurden wieder für den Unterricht hergerichtet, doch die Eindrücke, welche die Zeitzeugen hinterlassen haben, werden den Besuchern, Schülerinnen und Schülern noch eine Weile in Gedanken bleiben.

Ob nun durch den Tunnel gekrabbelt wurde, Filme angeschaut oder den Audio-Interviews zugehört wurde: Die Ausstellung zeigte einmal mehr, welche Schicksale damals viele Menschen auf der Flucht erlebt haben und wohl auch nie vergessen werden. Ob man damals mit dem Boot, einem Heißluftballon oder durch einen Tunnel geflohen ist, ob es eine scheinbar unspektakuläre Flucht war oder ob wirtschaftliche Gründe vorlagen: für die heutige Generation bleibt es schwer vorstellbar, wie es sich anfühlt, alles da zu lassen, Angst und Ungewissheit zu verspüren. Die Zeitzeugen brachten dieses Gefühl näher: Sie schafften es durch Einblicke in Ihr Leben, andere daran teilhaben zu lassen: entweder Neues erfahrbar zu machen, aber auch, vielleicht vor allem bei den vielen Besuchern der Ausstellung, Erfahrenes wieder neu aufleben zu lassen und mit anderen zu teilen, festzustellen, dass man nicht alleine mit diesem Schicksal ist und andere sich dafür interessieren.

Es war eine interessante Projektwoche, die wir mit unseren Lehrern Frau Edeling, Herrn Sprengel und dem Verein Politik zum Anfassen e.V. erlebt haben. Das Miteinander der Schüler sowie Dreh und Schnitt der Filme war eine tolle Abwechslung zum Schulalltag.  Auch von den Besuchern haben wir viel Anerkennung für unsere Arbeit erhalten.

Wir danken hierfür ganz herzlich und möchten darauf hinweisen, dass Teile der Ausstellung nochmals am Volkstrauertag im Rahmen der Gedenkstunde in Kirchhorst in der Begegnungsstätte gezeigt werden.

Jan Eggers, Schüler der Klasse 10c