Frankreichfahrt der WPK 9/10

IMAG0195Alle zwei Jahre brechen die Schülerinnen und Schüler aus unseren WPK Französisch in Klasse 9 und 10 auf nach Frankreich. Hier ist ihr Bericht:

04.04.2016

Nachdem wir uns um 8.30 Uhr im Bus versammelt hatten, sind wir um 9.00 Uhr losgefahren und nach etwa 7 1/2 Stunden in Metz angekommen. Zu unserer Überraschung gab es am Abend in Metz ein 3-Gänge-Menü und wie sich bald herausstellte, war dies eine Selbstverständlichkeit in der Auberge de Jeunesse, in der wirklich gut gekocht wurde.

Nach dem Abendessen ging die ganze Gruppe mit Frau Jendritzka und Frau Elouardi den Weg in die Innenstadt von Metz bis zur Kathedrale St. Étienne, der nur ca. 10 Minuten dauerte. Danach hatten wir bis 21.30 Uhr Freizeit und konnten Metz schon `mal in kleinen Gruppen erkunden. Der erste Tag in unserer Heimat für die nächste Woche war zwar anstrengend, aber trotzdem wunderbar.

 

05.04.

Es war an diesem Tag sehr regnerisch und wir fuhren nach Verdun. Wir wollten zunächst das Mémorial besuchen, eine dt.-frz. Gedenkstätte, die anlässlich des 100. Jahrestages der Schlacht von Verdun völlig neu und modern umgestaltet worden ist.  Da dort jedoch großer Andrang war, sind wir zuerst zum Gebeinhaus von Douaumont gefahren. In dieser riesigen Totenhalle mit hohem Turm befinden sich die Gebeine von über 130.000 nicht identifizierten deutschen und französischen Gefallenen des I. Weltkrieges. Unterhalb des Gebeinhauses befindet sich der französische Soldatenfriedhof mit etwa 15.000 weißen Kreuzen von identifizierten französischen Soldaten, die bei Verdun gefallen sind.

Die Gedenkstätte von Verdun, das Mémorial, bietet multimediale Säulen, die die Geschichte des Schlachtfeldes erzählen (in dt. u. frz.). Es gibt Augenzeugenberichte, Tagebücher, Kleidung, Uniformen, Orden und vieles mehr zu sehen.

Anschließend erkundeten wir das Fort von Douaumont. Es war das am stärksten befestigte Fort und Hauptstützpunkt des nordöstlichen Festungsgürtels um Verdun. Unter den 1 Meter dicken Betonmauern sieht man Hohlgänge, Kasematten, Magazine, usw. Geht man auf den Mauern umher, sieht man noch die Löcher der Bombentrichter überall in der Umgebung.

Der Tag war sehr anstrengend, deshalb hatten wir danach in Verdun noch Freizeit.

 

P.S.: Heute habe ich ein Zitat gelesen, das gesprochen wurde, als Deutschland und Frankreich Frieden schlossen: Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden.

Luisa Bismayer, WPK 9

 

 

06.04.

Wir haben uns heute vorgenommen, Metz zu besichtigen und die schönsten Seiten von Metz zu entdecken. Als erstes haben wir den Marché Couvert, die Markthalle von Metz besucht, wo es französische Spezialitäten und Lebensmittel jeder Art zu kaufen gab.

Gegenüber befindet sich die berühmte Kathedrale St. Etienne. Die ganze Truppe war erstaunt, da der Innenraum viel größer war, als wir ihn uns vorgestellt hatten. Die Kathedrale hat wunderschöne Glasfenster, die alle fotografierten.

Dann hatten wir erstmal 2 Stunden für uns und konnten in der Innenstadt einkaufen gehen, da wir eine Fahrt mit dem Train Touristique zu einem späteren Zeitpunkt gebucht hatten.

Mit dieser Bimmelbahn sind wir dann durch ganz Metz gefahren und haben alle möglichen Ecken gesehen und erkundet.

 

07.04.

Am Donnerstag sind wir dann früh am Morgen schon Richtung Nancy losgefahren. Als wir ankamen, sahen wir alle zum ersten Mal den „Place Stanislas“, der unglaublich schön ist. Er hat goldene Tore an allen Eingängen, er sieht einfach königlich aus. Danach machten wir einen langen Marsch durch die Altstadt. Uns ist aufgefallen, dass Nancy viel französischer aussieht als Metz, da Nancy damals nicht von den Deutschen eingenommen worden war.

Danach war Freizeit angesagt und wir konnten in der Innenstadt einkaufen und essen. Die Zeit verging schnell und um 16.00 Uhr mussten wir uns wieder auf den Weg Richtung Metz machen. Da es der letzte Abend in Frankreich war, gingen wir alle noch mal in Metz spazieren und haben soviel Zeit wie möglich draußen verbracht.

 

08.04.

Schon früh am Morgen waren wir alle bereit für den Nachhauseweg. Alle hatten schon ihre Sachen gepackt und die Betten abgezogen. Und dann ging es schon wieder los in Richtung Altwarmbüchen. Es war die ersten 3 Stunden sehr entspannt … doch dann passierte es! Ein Reifen am Hinterrad war geplatzt und wir mussten in Frankfurt halten. Manfred (der Busfahrer) fuhr uns zu McDonald’s und dort warteten wir ungefähr 1 Stunde, bis der Bus wieder fahrtüchtig war. Gegen 17.00 Uhr kamen wir dann endlich zuhause an.

 

Mir hat die Frankreichfahrt im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Der 9. und 10. Jahrgang kamen super miteinander zurecht  und wir hatten alle sehr viel Spaß zusammen. Ich kann jedem, der an unserer Schule am Französischunterricht teilnimmt, wirklich nur empfehlen, an dieser Fahrt teilzunehmen. Denn es wird sich auf jeden Fall lohnen.

Mahsum Ipek, WPK 9