Abschlussfahrt: Leinen los für die 10b!

Sonntag, der 21.08.16

sonnenaufgang

Es ging los, die 10a und 10b machten sich bereit für die Fahrt ins holländische Stavoren. Um 13.45 Uhr trafen wir uns alle vor dem Bus und verstauten das Gepäck und das Essen für die Fahrt in den Reisebus. Wir verabschiedeten uns von unseren Familien und fuhren um 14.15 Uhr los Richtung Holland. Die Fahrt verlief harmonisch, wir alle waren aufgeregt und freuten uns auf die bevorstehenden Tage … Wir pausierten zwei Mal, einmal beim berühmten MC‘Donalds und einmal bei einer unberühmten Tankstelle. Dann war es auch schon soweit. Wir kamen am frühen Abend in Stavoren an. Herr Stangier führte uns zur Alliantie, dem Segelschiff, das uns die nächsten fünf Tage beherbergen und über das Ijseelmeer segeln sollte. Die Mädchen waren eher geschockt, weil sie das Schiff auf den ersten Blick zu eng und nicht als sauber genug empfanden. Wir Jungs haben es gelassener genommen und freuten uns weiterhin auf die nächsten Tage. Nachdem wir unsere Zimmer eingerichtet und die Betten bezogen hatten, versammelten wir uns alle noch mal unter Deck und André (der Maat) und Rien (der Skipper) stellten sich uns vor. Um 23.30 Uhr haben wir uns alle, müde von der Fahrt und den ersten Eindrücken, dann zum Schlafen in unsere kleinen Kajüten begeben.

Montag, der 22.08.16

Der Frühstücksdienst war die erste Gruppe die wach war, um Brötchen, Aufschnitt und sonstige Dinge zu kaufen. Währenddessen wurde der Rest der Gruppe wach und machte sich bereit für das Frühstück. Für Frau Elouardi, die Geburtstag hatte, sang unsere ganze Klasse und überreichte kleine Geschenke, das hat ihr sicherlich große Freude bereitet. Danach sammelten wir uns alle wieder, diesmal aber auf Deck, denn wir mussten ablegen in Richtung West-Terschelling, einer Insel in der Nordsee. André erklärte uns, wie man eine Schutzweste anzieht und erklärte uns die Namen der verschiedenen Segel. Und dann ging es endlich richtig los. Wir hissten die Segel und fuhren los, alle waren gleich mit dabei und alle packten mit an. Es war kein gutes Wetter, es regnete und stürmte und nach etwa 2 Stunden kam unsere erste Schleuse, das Prinzip „Schleuse“ wurde einigen von uns erst hier deutlich. Weitere 5 Stunden vergingen, viele vertrieben sich wie auch während der nächsten Tage ihre Zeit mit gemeinsamen Kniffel und Kastenspielen. Schließend kamen wir in West-Terschelling an. Wir konnten uns bis 23.00 Uhr draußen auf der Insel aufhalten bevor wir uns dann wieder in die Kajüten krochen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Räume und Betten waren ziemlich klein und eng.

Dienstag, der 23.08.16

Der nächste Tag war angebrochen und wir machten uns nach dem leckeren Frühstück wieder bereit zum Ablegen in Richtung Harlingen. In Terschelling verbrachten wir nicht sehr viel Zeit und kamen deshalb auch nicht dazu, alles anzusehen, doch die Stimmung wurde immer besser, alle waren fröhlich und gespannt auf Neues. Um 14.30 Uhr kamen wir dann in Harlingen an und zogen gleich los in Richtung Innenstadt. Harlingen ist eine sehr schöne Kleine Stadt in der wir ein bisschen zum „Bummeln“ hatten, wir konnten viele schöne Häuser und Straßen genießen. Das Wetter spielte auch mit, wir hatten ganze 30 Grad! Der Küchendienst bereitete gegen 19 Uhr das Abendessen vor und alle haben die gemeinsame Zeit genossen!

Mittwoch, 24.08.16

Harlingen war sehr schön, doch es ging wieder weiter und zwar Mitten aufs Ijseelmeer wo wir nachts ankern würden! Rien hatte es vorgeschlagen und die ganze Klasse war begeistert von seiner Idee. Bei gutem Wind segelten wir los, wir mussten wieder durch die Schleuse und segelten noch gute 4 Stunden weiter bis wir den Anker warfen und ins Meer springen durften. Nach dem Abendessen verbrachte die ganze Klasse den Abend gemeinsam auf dem Deck. Wir hatten ebenfalls die Erlaubnis bekommen an Deck zu schlafen, am Ende schafften es jedoch nur 3 – 4 Klassenkameraden die komplette Nacht draußen zu verbringen. Ein schönes Erlebnis war es aber trotzdem – ganz besonders mit dem wunderschönen Sternenhimmel.

Donnerstag, 25.08.16

Nach diesem unvergesslichen Erlebnis ging es auch schon weiter zur wunderschöne Stadt Medemblik. Auf dem Hinweg ankerten wir noch mal, um uns im Ijseelmeer abzukühlen, Herrlich! Um 15.00 Uhr sind wir dann aber angekommen am Hafen, wo wir auch unsere Parallelklasse sehensüchtig erwarteten! Den letzten Abend in Holland verbrachten wir gemeinsam mit der 10a, was uns allen unglaublich gut gefiel. Wir schauten uns in der Stadt um, bewunderten wieder einen weiteren Hafen und dann ging es leider schon wieder aufs Schiff, wo wir den Abend gemeinsam noch ausklingen ließen.

Freitag, 26.08.16

Rückfahrt ist angesagt! Bereits um 10 Uhr segelten wir zurück nach Stavoren, um pünktlich um 15.00 Uhr vor dem Bus zu stehen, unsere Sachen waren gepackt, die Zimmer wurden von uns geputzt, es wurde „klar Schiff“ gemacht! Meine Klassenkameraden und ich verbrachten die 4-stündige Fahrt draußen auf dem Deck um noch die letzten Stunden in Holland auf dem Ijseelmeer zu genießen. Um 14.00 Uhr legten wir dann wieder in Stavoren an, wir transportierten die Koffer und Taschen vom Schiff und bedankten uns bei der netten Crew für die wundervolle und unvergessliche Zeit, die wir in den einzelnen Städten und auf dem Boot hatten. Um 15.00 Uhr trafen wir uns dann alle (10a+10b) wieder beim Bus, nach dem manche sich noch beim Supermarkt mit Proviant für die Rückfahrt eingedeckt hatten. Wir lagerten das Gepäck und fuhren wieder nachhause, ins gute alte Isernhagen!

Die Busfahrt war entspannend, alle waren müde und fertig von den letzten 5 Tagen und freuten sich darauf, ihre Familie wiederzusehen. Doch kurz vorm Ziel gab es etwas Unruhe, denn plötzlich hielt uns der Zoll unverhofft an! Alle befürchteten, es könne jetzt wohl länger dauern, aber letztendlich waren es nur ungefähr 10 Minuten, die wir warten mussten. Danach hielten wir noch mal bei Burger King, um uns noch für die letzten Kilometer zu stärken. Um 21.00 Uhr war es endlich soweit; wir waren wieder in Altwarmbüchen auf dem Parkplatz der RSI, wir alle fielen in die Arme unserer Familien und waren glücklich wieder zuhause zu sein.

Ich fand diese Fahrt unbeschreiblich schön. Die Zeit mit meinen Klassenkameraden zu genießen, machte mich am meisten glücklich. Es war unsere Abschlussfahrt, was die meisten von uns wahrscheinlich gar nicht realisierten. Für mich war es die schönste Fahrt, die ich gemacht habe seit ich auf der RSI Schüler bin, das haben wir alles aber auch Herrn Stangier und Frau Elouardi zu verdanken, die diese Fahrt so schön und spannend organisierten bzw. mitgestalteten. Dafür möchte ich mich im Namen der ganzen Klasse bedanken! Den zukünftigen 10 Klassen empfehle ich diese Fahrt von ganzen Herzen. Danke für alles RSI !

 Mahsum Ipek, 10b

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